Metallbearbeitung und Mechatronik: der Feuerwehr-Trabant

Metallbearbeitung

MetallbearbeitungWohl nur die älteren Semester unter uns kennen noch den „Plastikbomber“, das Fahrzeug aus DDR-Zeiten, den Trabant. Verlacht von den „Wessis“ war ein jeder „Ossi“ stolz darauf, ein solch eigentümliches und doch nützliches Auto sein Eigentum nennen zu können.

Nun ist die Sitzenrodaer (Sachsen) Feuerwehr stolzer Besitzer eines Trabant Modell 500 umgebaut zu einem knallroten Feuerwehrauto, mit 2 Rettungsleitern ausgerüstet. Möglich machten das zum einen der ehemalige Eigentümer des Trabant 500 und die Insassen der JVA Torgau, die in zweijähriger Arbeit das Fahrzeug liebevoll umrüsteten und instand gebracht haben.

In der DDR gab es zum Trabant Modell 601 einen Witz: Dieser Wagen hieß 601, weil 600 Menschen einen bestellt haben aber nur einer einen bekam.

Möglich wurde dies, weil einige Insassen der JVA Torgau in einer modularen Ausbildung den Beruf des Mechatronikers für Karosserieinstandhaltungstechnik erlernen können. Während dieser Ausbildung bekommen die Teilnehmer die Grundlagen der Metallbearbeitung wie zum Beispiel das Trennen und Verbinden von Werkstücken oder Richtlinien der Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz vermittelt.  Dazu kommen natürlich ebenso viele Themenbereiche aus der Elektronik, welche die Insassen erlernen.

Wer nun aber erwartet, dass bei einem Löscheinsatz in Sitzenroda, die Rettungskräfte mit dem fahrtüchtigen Trabant vorfahren, wird leider enttäuscht werden – dieser hat nämlich leider keine Straßenzulassung und kann lediglich als Ausstellungsstück dienen.

 

   

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