Trend zur Industrie 4.0 – der Weg in die Zukunft

Foto: QSC AG / Hannover Messe flickr

Die Diskussion um die sogenannte Industrie 4.0 wird schon sehr lange geführt. Während viele Befürworter der Meinung sind, dass über kurz oder lang kein Weg daran vorbei führen wird, bangen viele Angestellte um ihren Arbeitsplatz. Dennoch wird es wohl auch in der Industrie so sein, dass der Fortschritt nicht aufzuhalten ist. Sicherlich kann eine Digitalisierung einer Produktion dazu führen, dass Arbeitsplätze nicht mehr benötigt werden, aber dennoch arbeitet kein Rechner ohne jemanden, der ihn zuvor programmiert hat. Arbeitsplätze sind somit vorhanden.

Bisher haben sich vor allen Dingen die Hersteller von großen Serienteilen mit der Industrie 4.0 befasst. Hier scheint das Konzept entscheidende Vorteile zu bieten, so wie eine schnellere Produktion, die wiederum für zufriedene Kunden sorgt. Aber auch in der Lohnfertigung ist es möglich, Industrie 4.0 sinnvoll anzuwenden. Die Befürchtung, dass dabei die Flexibilität auf der Strecke bleiben könnte, scheint unbegründet. Natürlich ist es oft ein langer Weg, bis die Produktion letztendlich so perfekt eingestellt ist, dass sie auch für Lohnfertiger entscheidende Vorteile bietet. Hier ist es eine Sache der Unternehmen, sich passend auf die Zukunft vorzubereiten.

Vorneweg geht das Unternehmen Trumpf. Der Maschinenbauer plant, innerhalb von fünf Jahren seine gesamte industrielle Fertigung komplett zu digitalisieren. Gerade erst zeigte der Konzern anlässlich seiner Hausmesse, wie eine Umsetzung von Industrie 4.0 erfolgreich von statten gehen kann. Dazu wurde das Pilotprojekt Produktionseinheit Blech komplett umgestellt auf digitalisierte Abläufe. Dafür verwendet Trumpf speziell entwickelte Lösungen. Das Ziel ist, mit diesem Pilotprojekt die Industrie 4.0 kundennah anzugehen. Es soll nicht nur Fragen beantworten, sondern auch eine Orientierung bieten. Die Erkenntnisse, die das Unternehmen aus diesem Projekt zieht, sollen dann ausgeweitet werden auf alle Geschäftsbereiche innerhalb des Konzerns. Beabsichtigt wird, dass dann mit Ablauf der fünf Jahre alle Produktionen komplett im Modus Industrie 4.0 laufen. Bei Trumpf sagt man voraus, dass die Produktivität um bis zu 30 Prozent gesteigert werden könnte. Dies sind attraktive Aussichten, die sicherlich auch andere Konzerne zum Umdenken bringen werden.

   

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