Metall biegen mit unterschiedlichen Verfahren

Foto: David Kutschke / Liquid flickr

In der Metallverarbeitung muss Metall sehr oft gebogen werden, um das Produkt zu erhalten, das gewünscht ist. Diesen Vorgang bezeichnet man als umformende Bearbeitung. Dabei gibt es aber nicht nur eine Methode, sondern verschiedene, um Metall zu biegen oder abzukanten.

Sehr häufig sind es Bleche, die umgeformt werden müssen. Als Bleche bezeichnet man ebene Metallstücke, die über verschiedene Schichtdicken von einigen Millimetern verfügen. Allgemein wird das, was die meisten unter Biegen kennen, als Abkanten bezeichnet. Für den Winkel einer solchen Abkantung gibt es keine Vorgaben, er kann bis zu einem 180° Winkel eine beliebige Größe haben. Alles, was über den 180° Winkel hinausgeht, wird nicht mehr als Abkantung bezeichnet, hier bekommt man dann einen Umschlag. Es können aber nicht nur Bleche umgeformt werden, auch Rohre oder Metallprofile werden oft dieser Prozedur unterzogen. Allerdings werden dafür auch andere Geräte benötigt.

Zu den Verfahren der Industrie im Bereich der Umformung von Metall zählen das Schwenkbiegen, Rollbiegen, Heißbiegen und das Gesenkbiegen. Beim Schwenkbiegen kommen drei unterschiedliche sogenannte Wangen zum Einsatz. Zunächst wird das Blech durch die Oberwange gegen eine Unterwange gedrückt, die eine besondere Form aufweist. Zusätzlich kommt dann noch eine Biegewange ins Spiel, die dann für den Winkel im Blech sorgt. Das Prinzip des Rollbiegens ist ähnlich, nur dass sich dabei die Biegewange davon weg bewegt. Auch die Umformung per Gesenkbiegen ist recht einfach, dabei drückt ein Stempel das Blech in ein Gesenk hinein, wobei das Blech dann natürlich diese Form annimmt. Es gibt einige Metalle, die zunächst einmal erwärmt werden müssen für die Bearbeitung, dies ist dann das sogenannte Heißbiegen. Allerdings erlauben die meisten Metalle die Bearbeitung im kalten Zustand.

Während früher dieses Abkanten in mühsamer Handarbeit erfolgte, übernehmen heute immer mehr Roboter diese Arbeit. Zwar gibt es noch immer viele Betriebe, die sich gegen diese Modernisierung sträuben, aber die Vorteile von Kollege Roboter liegen klar auf der Hand, er ist schnell und präzise. Auch bei Wurster hat die Zukunft Einzug gehalten, und das in Form eines gewaltigen Kuka-Roboters, der große Blechplatinen mit bis zu 100 Kilogramm Gewicht problemlos in die Biegemaschine lädt und den Biegevorgang, der bis zu vier Stufen durchlaufen kann, vollautomatisch erledigt. Diese Roboter ist sehr flexibel und kann schnell entsprechend den Kundenwünschen umgerüstet werden. Die Zukunft hat Einzug gehalten, und Sie profitieren davon.

   

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1 Kommentar zu "Metall biegen mit unterschiedlichen Verfahren"

  1. Sandra Müller | 29/09/2017 um 12:32 | Antworten

    Hallo und vielen Dank für den interessanten Artikel. Endlich schreibt jemand mal über das Thema. Für meinen Nachbarn ist es ein Segen. Dann muss er nicht jedes mal zum Stahlhandel fahren.

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