Edelstahl genießt seit Jahrzehnten einen ausgezeichneten Ruf. Ob in Küchen, der Industrie oder im Außenbereich, das Material wird häufig genutzt, denn es gilt als langlebig, pflegeleicht und widerstandsfähig. Viele Menschen verbinden Edelstahl vor allem mit hochwertigen Haushaltsgeräten oder Spülen, die auch nach Jahren noch einen gepflegten Eindruck hinterlassen.
Doch obwohl Edelstahl oft als „rostfrei“ bezeichnet wird, taucht immer wieder dieselbe Frage auf: Kann Edelstahl tatsächlich rosten? Die Antwort lautet: Unter bestimmten Bedingungen ja.
Was Edelstahl von anderen Stählen unterscheidet
Der Begriff Edelstahl beschreibt nicht nur einen einzigen Werkstoff, sondern eine ganze Gruppe hochwertiger Stähle. Charakteristisch für alle ist ihre hohe Reinheit und ihre besondere Widerstandsfähigkeit gegenüber äußeren Einflüssen.
Edelstahl enthält auch Chrom. Dieses Element reagiert mit Sauerstoff und sorgt dafür, dass sich auf der Oberfläche eine hauchdünne Schutzschicht bildet, die sogenannte Passivschicht. Diese unsichtbare Schutzschicht schützt das Material vor Korrosion und kann durch das sogenannte Passivieren erneuert werden, wenn sie beschädigt wird.
Gerade diese Eigenschaft macht Edelstahl für den Einsatz in zahlreichen Bereichen interessant, von Kücheneinrichtungen über medizinische Geräte bis hin zu Bauteilen im Maschinenbau.
Warum Rost trotzdem entstehen kann
Die Bezeichnung „rostfrei“ bedeutet nicht, dass Edelstahl unter allen Umständen vollkommen unempfindlich ist. Wird die schützende Oberfläche dauerhaft beschädigt oder stark belastet, kann durchaus auch Korrosion entstehen.
Zu den häufigsten Ursachen solcher Beschädigungen zählen:
- aggressive Reinigungsmittel
- chlorhaltige Substanzen
- dauerhafte Feuchtigkeit
- salzhaltige Luft
- ungeeignete Reinigungswerkzeuge wie Stahlbürsten
Die Bedeutung der Schutz- oder Passivschicht
Der eigentliche Korrosionsschutz entsteht durch die bereits erwähnte Passivschicht. Solange diese intakt bleibt, ist das darunterliegende Metall zuverlässig geschützt.
Wird die Schutzschicht jedoch beschädigt und wird nicht erneuert, gelangen Feuchtigkeit und Sauerstoff an das Material. In diesem Fall können Korrosionserscheinungen auftreten, die umgangssprachlich häufig als Rost bezeichnet werden.
Besonders in maritimen Umgebungen oder in Bereichen mit hoher Luftfeuchtigkeit ist es deshalb erforderlich, für eine intakte Passivschicht zu sorgen.
Edelstahl in der industriellen Anwendung
Trotz dieser möglichen Risiken gehört Edelstahl weiterhin zu den wichtigsten Werkstoffen der modernen Industrie. Seine Kombination aus Stabilität, Hygiene, Korrosionsbeständigkeit und ansprechender Optik macht ihn für zahlreiche Anwendungen sehr interessant.
Auch die Walter Wurster GmbH verarbeitet Edelstahl für unterschiedlichste Einsatzbereiche. Je nach Anforderung kommen dabei verschiedene Edelstahlqualitäten zum Einsatz, die auf die jeweiligen Umgebungsbedingungen abgestimmt werden können.
Rostfrei bedeutet nicht unverwundbar
Edelstahl ist äußerst widerstandsfähig, aber nicht völlig unempfindlich gegenüber äußeren Einflüssen. Die Korrosionsbeständigkeit hängt maßgeblich von der richtigen Behandlung ab.
Wer Edelstahl fachgerecht reinigt und die vorgesehenen Einsatzbedingungen berücksichtigt, kann in der Regel viele Jahre von den Vorteilen dieses Werkstoffs profitieren. Deshalb zählt Edelstahl auch heute noch zu den wichtigsten Materialien in Industrie, Handwerk und Alltag.
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