Ein Feuer kann in Sekunden verheerende Schäden anrichten, das gilt nicht nur für Privathäuser, sondern auch für Unternehmensgebäude. Die materiellen Verluste sind oft schlimm genug, hinzu kommen oft noch der Verlust von persönlichen Erinnerungstücken und die Zerstörung der Existenz. Der schlimmste Fall ist natürlich, wenn Menschenleben gefährdet werden. Umso wichtiger ist ein wirksamer Brandschutz, nicht nur im Gewerbe, sondern ebenso im privaten Bereich. Und dieser beginnt bereits bei der Auswahl der richtigen Baumaterialien und -elemente.
Warum zum Brandschutz mehr gehört als nur Rauchmelder
Viele Menschen denken beim Thema Brandschutz zunächst an Rauchwarnmelder, Feuerlöscher oder Notausgänge. Doch eine der effektivsten Maßnahmen findet schon viel früher statt, und zwar beim Einbau von baulichen Brandschutzkomponenten, die im Ernstfall dafür sorgen, dass sich ein Feuer nicht ungehindert ausbreiten kann. Ein Brand kann sehr schnell entstehen, entscheidend ist, wie lange tragende Bauteile, Türen oder Fenster den Flammen standhalten können.
Die Rolle von DIN-Normen im Brandschutz
Damit Bauelemente tatsächlich den benötigten Brandschutz bieten können, müssen sie bestimmten Normen entsprechen. Eine der wichtigsten Grundlagen bildet dabei die europäische Norm EN 1363-1. Diese legt die allgemeinen Prüfverfahren fest, mit denen die Feuerwiderstandsdauer von Bauteilen bestimmt wird, also die Zeit, die ein Bauteil dem Feuer standhält, ohne seine Funktion zu verlieren.
Was genau wird getestet?
Im Rahmen der EN 1363-1 werden Bauteile wie Türen, Fenster, Wände oder Decken unter genormten Bedingungen dem Feuer ausgesetzt. Die Bauteile müssen bestimmte Kriterien erfüllen, anhand derer dann die Tragfähigkeit, die Wärmedämmung und der Raumabschluss beurteilt werden.
Erfüllt ein Bauteil alle Kriterien, wird es einer Feuerwiderstandsklasse zugeordnet, die als klarer Richtwert fungiert.
Die Feuerwiderstandsklassen im Überblick
Die am häufigsten verwendeten Klassen sind:
- FB30 – bietet mindestens 30 Minuten Feuerwiderstand
- FB60 – mindestens 60 Minuten
- FB90 – mindestens 90 Minuten
Je nach Einsatzbereich und Gebäudetyp sind unterschiedliche Klassen gesetzlich vorgeschrieben oder empfehlenswert. Besonders sensible Bereiche, wie Fluchtwege, Lagerhallen oder technische Betriebsräume, erfordern meist höhere Schutzklassen.
Prüfung von Türen, Fenstern & Toren – Norm EN 1634-1
Während EN 1363-1 die allgemeinen Prüfverfahren beschreibt, gilt für abschließende Bauelemente wie Türen, Tore oder Fenster die ergänzende Norm EN 1634-1. Diese legt fest, wie genau die Feuerwiderstandsfähigkeit solcher Elemente geprüft wird.
Geprüfte Sicherheit rettet Leben
Natürlich ist jedes Feuer anders, daher kann niemand garantieren, dass ein Bauteil in der Realität exakt die geprüfte Zeit übersteht. Doch Bauelemente mit zertifiziertem Brandschutz bieten im Ernstfall deutlich mehr Schutz als herkömmliche Varianten. Wer beim Bauen oder Renovieren auf geprüfte Produkte gemäß DIN-Norm setzt, sorgt nicht nur für mehr Sicherheit, sondern auch für wertvolle Zeit. Zeit, die im Brandfall Leben retten kann.
Foto: wurster-online.de

[…] und Brandschutz ergänzen sich. Keiner dieser Aspekte sollte isoliert betrachtet werden. Mit zertifizierten Brandschutzlösungen leistet Wurster einen sehr wichtigen Beitrag dazu, dass sensible Bereiche auch im Brandfall […]